die familienwerkstatt
Mathias Voelchert GmbH
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voelchert@familylab.de


ddif – Deutsch Dänisches Institut für Familientherapie und Beratung


Familientherapieausbildung



Wenn Sie ein Ausbildung suchen die sich weitgehend mit den Gedanken und Leitbildern von Jesper Juul deckt wäre diese Ausbildung ein gute Idee!
 
Die Ausbildung richtet sich an Menschen, die mit Menschen arbeiten, ihren Arbeitsbereich ausweiten und qualifizieren wollen. (In Deutschland ist eine Niederlassung für Psychotherapeuten ohne abgeschlossenes Psychologie- oder Medizinstudium nur erlaubt, wenn sie einen Abschluss als psychotherapeutischer Heilpraktiker nachweisen.) Vier Jahre dauert die Ausbildung, die sich in eine zweijährige Grundausbildung und in ein Aufbaustudium im dritten und vierten Jahr unterteilt. Die jährlichen 28 Unterrichtstage gliedern sich in vier Workshops à vier und vier Workshops mit je drei Tagen. In der Grundausbildung findet zudem in jedem Semester eine Theorievorlesung statt, deren Besuch obligatorisch ist. Der erste Ausbildungsjahrgang startet im Januar 2011.

www.ddif.de

Leitbild



Familiäre Perspektive ist der rote Faden in der Ausbildung am diff. Die Arbeit basiert auf Dialog und ist beziehungs- und prozessorientiert. Begegnungen im Hier und Jetzt bieten laufend die Chance, sich persönlich weiterzuentwickeln.

Transparenz, Gleichwürdigkeit und Verantwortung sind Werte der gemeinsamen Arbeit. In der erlebnisorientierten Familientherapie spielt die Persönlichkeit des Therapeuten eine zentrale Rolle.
Ausschlaggebend für ein Zusammenfinden in der Beratung sind neben den intellektuellen auch die emotionalen Grundlagen, die Fähigkeit zu Kontakt und Präsenz, Timing und Stil. Theoretisches Wissen und Fachkompetenz, aber ganz besonders auch das Vermögen, emotional anwesend zu sein, Aufrichtigkeit, Interesse am und empathisches Verständnis für den Klienten haben entscheidenden Einfluss auf den psychotherapeutischen Verlauf und damit auf die Möglichkeit des Klienten, sich persönlich zu entwickeln.

Theoretische Grundlagen


Drei Annäherungen an die Psychotherapie können als Vorläufer und Ideengeber für unsere Arbeit gelten. Alle drei Ansätze gehen von einer psychodynamisch orientierten Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie aus. Unsere Persönlichkeit – also unser Entwicklungspotential wie auch unsere Defizite – ist weitgehend geprägt vom Fürsorgeumfeld, das uns früh zugänglich ist oder verschlossen bleibt.

Klientenzentrierte Therapie und Gestalttherapie


Beide psychotherapeutischen Ansätze sind auf das Individuum orientiert. Darin unterscheiden sie sich vom familientherapeutischen Ansatz. Die Klienterzentrierte Therapie, wie sie Carl Rogers entwickelt hat, beinhaltet den Ansatz im Namen. Die Gestalttherapie beschäftigt sich mit den Gesetzmäßigkeiten, wie wir wahrnehmen und beurteilen. Der Fokus liegt auf der Integration der Persönlichkeitskomponenten in ein kohärentes und sinnvolles Ganzes. Dies geschieht zum Beispiel durch die Arbeit mit „dem leeren Stuhl”, eine Metapher für die Aufnahme von Perspektiven anderer auf sich selbst, auf ein bestimmtes Thema oder Phänomen. Auch in anderen therapeutischen Ansätzen ist dies von zentraler Bedeutung, aber nur in der Gestalttherapie wird es expliziert.

Erlebnisorientierte Psychotherapie


Der erlebnisorientierte Ansatz ist humanistisch, phänomenologisch und prozessorientiert. Der Therapeut ist anwesend, agiert persönlich und richtet den Fokus mehr auf das Hier und Jetzt als auf Vergangenheit und Zukunft.

Walter Kempler hat diesen Ansatz für die Familientherapie weiterentwickelt. Er legte den Fokus auf Interaktion, persönlichen Dialog, den Konflikt zwischen Integrität (persönliche Grenzen) und Kooperation, Symptome als Ausdruck ungesunder Interaktion, Kinder als Träger solcher Symptome und einen Psychotherapeuten auf Augenhöhe.– Trotz ihrer inhärenten Asymmetrie und obwohl der Therapeut die Rolle der Fachperson innehat und für seine Hilfe bezahlt wird, sieht Kempler die Beziehung innerhalb der Therapie als gleichwürdig.

Existentielle Psychotherapie


Der existenzielle Ansatz (nach Irving Yalom) konzentriert sich auf vier Grundbedingungen, die für alle Menschen gelten. Diese vier Grundbedingungen sind Einsamkeit, Sinnlosigkeit, Freiheit (und damit die Verantwortung, das Leben in einer nicht sinnlosen Weise zu leben) und nicht zuletzt der Tod. In diesem Ansatz unterscheidet man zwischen menschlichem Sein und menschlichem Tun. Der Schwerpunkt liegt eher auf der Anwesenheit, auf anerkennenden Beziehungen und Authentizität als auf “Techniken und Methoden.”

Vordenker



Die erlebnisorientierte Familientherapie hat sich aus dem humanistisch-existenzialistischen Theorieansatz entwickelt. Seine wichtigsten Protagonisten sind:

Carl Rogers und Fritz Perls
Die klientenzentrierte Gesprächstherapie nach Carl Rogers und die Gestalttherapie nach Fritz Perls sind historisch gesehen die wichtigsten Exponenten der erlebnisorientierten Therapieform. Rogers und seine Mitarbeiter beschrieben die therapeutische Beziehung unter drei Aspekten: Empathie, Echtheit und bedingungsfreie Wertschätzung. Rogers stellte die menschliche Begegnung in den Mittelpunkt des therapeutischen Prozesses und bezeichnete seine Therapieform als „non-directive“. Perls und Rogers waren beide der humanistisch-existenziellen Vorgehensweise verbunden, unterschieden sich aber in ihrem Therapiestil und ihrer Methodik ganz erheblich.

Walter Kempler
…gründete 1979 zusammen mit Jesper Juul, Mogens Lund und Lis Keiser das Kempler Institute of Scandinavia. Kempler war ein enger Mitarbeiter von Fritz Perls, bevor er seine eigene Therapieform mit Familien entwickelte. Nach und nach distanzierte er sich immer mehr von der Gestalttherapie. Die Hier-und-Jetzt-Orientierung, Authentizität und Selbsteinbeziehung des Therapeuten sind in seiner „experiental family therapy“ Grundvoraussetzungen für die Arbeit.

Jesper Juul
…hat das Kempler Institut 25 Jahre geleitet und mit seinen Kolleginnen und Kollegen die Arbeit mit Familien weiterentwickelt. Eins seiner wichtigsten Themen heute ist die Gleichwürdigkeit der Beziehungen in Therapie und Pädagogik. Juul ist durch und durch Praktiker. In seiner über 30-jährigen Praxis mit Familien hat er viele Strömungen und Trends miterlebt. Er beobachtet die gesellschaftlichen Veränderungen und sieht, welche Auswirkungen sie auf die Familien, Kinder und Jugendliche haben. Daraus gewinnt Juul seine Erkenntnisse und passt seine Arbeit den veränderten Gegebenheiten an.
2004 hat Jesper Juul das Unternehmen familylab ins Leben gerufen. Sein Bestreben ist es, Eltern im Zusammenleben mit ihren Kindern zu ermutigen und zu inspirieren. Er ist dabei, diese Organisation in vielen Ländern weltweit zu etablieren.

Irvin David Yalom
…ist einer der weltweit angesehensten Psychotherapeuten. Sein Hauptwerk trägt den Titel „Existenzielle Psychotherapie“. Yalom schreibt: „Für einen existenziellen Therapeuten ist alles verloren, wenn die ‚Technik’ in den Vordergrund gestellt wird, weil das eigentliche Wesen der echten Beziehung darin besteht, dass man nicht manipuliert, sondern sich dem anderen mit seinem ganzen Sein zuwendet.“ (Irvin D. Yalom: Existenzielle Psychotherapie, EHP-Edition Humanistische Psychologie, 4. Aufl. 2005, S. 485)

www.ddif.de

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